Das Vlies der Götter


So nannten schon die Inka das einzigartige hervorragend isolierende und wärmende Vlies der Alpakas. Es ist besonders weich, leicht und glänzend. Mit allen Nuancen gibt es 60 Verschiedene Natur-Farbtöne. In der Zucht ist dabei auf die Einfarbigkeit zu achten. Man bevorzugte viele Jahre das weiße Vlies, welches sich qualitativ als das beste erwies und gerne eingefärbt wurde. Inzwischen wird der Qualitätsunterschied zu den naturfarbenen Tieren immer geringer.

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Ein Alpaka, welches man zur Zucht geeignet ist sollte eine gute Gesamtbewollung („Coverage“) besitzen. Es sollte gleichmäßig sein und vom Kopf bis zu zu den Zehen hinunter Vlies haben.

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Ein weiteres entscheidendes Kriterium für ein gutes Vlies ist die Kräuselung, die parallele Wellung  des Vlieses, der Crimp. Je gleichmäßiger, enger und höher die Wellung, um so länger und dichter ist das Vlies an sich. Es führt zu mehr Wollertrag.  Die Wollmenge bestimmt sich auch durch die Dichte des Faserwuchses. Man kann dies bereits grob mit dem bloßen Auge sehen. Klafft die Faser bei einer Bewegung in Spalten auf, hat das Tier einen sehr dichten Faserwuchs.

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Bild Chris


Die Feinheit der Faser ist ein messbarer Wert, der zu der Qualitätsbeurteilung des Vlieses ein wichtiger Faktor ist. Er wird in Micron gemessen und in sieben Stufen unterteilt:
Babyalpaka unter 22 Micron
Superfine bis 25 Micron
Suri bis 27 Micron
Adult bis 27,5 Micron
Huarizo bis 32 Micron
Lama bis 34 Micron

Bei der Beurteilung des Vliese muss das Vlies quasi rundum die gleiche Qualität aufweisen. Man spricht von der Gleichförmigkeit, der Uniformity. Daher wird an drei Stellen in der Hauptdecke, ca. 1 Handbreit unter dem Rückrat, geschaut, ob die Feinheit, die Dichte, die Farbe und das Crimpes die selbe ist oder voneinander abweicht.

Es ist für jeden Züchter möglich ein Fasertest vorzunehmen, der Ihm die wichtigen Daten mitteilt.
1. Feinheit der Faser in Micron
2. Standard-Abweichung: Wie groß ist die Abweichung sua dem Mittel
3. CV-Wert (Coefficient of ariation): rechnerischer Wert aus der Standard-Abweichung
und dem Micronwert. Daraus kann die Gleichförmigkeit der Faser abgelesen werden.

4. % über 30 Micron: Sie gibt in % an, wie viel Faser über der 30 Miconmarke liegt.